Thursday, January 17, 2008

Eins, Zwei, Tip


Gestern hatte die Franzi ihre erste Tanzstunde in der Tanzschule Lamadé (von Franzi's Vater auch liebevoll La Made genannt) in der Quadratestadt. Eigentlich wollte die Franzi ja zur Konkurrenz nach Heidelberg, denn Heidelberg wäre eine Straßenbahnzone weniger und somit günstiger und die Heidelberger Innenstadt ist nachts nicht so sehr von betrunkenen, sich danebenbenehmenden Jugendlichen heimgesucht. Leider nahm die Konkurrenz nur noch Herren für den Anfängertanzkurs auf und so musste die Franzi sich eben in Mannheim eine Tanzschule suchen.
Lamadé wirbt mit dem einfallsreichen Slogan 'man tanzt bei Lamadé' und besteht als Tanzschule schon 100 Jahre. Wer sich die Homepage anschaut kann sich in etwa denken wie modern und hip die Tanzlehrer alle sind. Die Franzi hat in ihrem Single Grundkurs (ab einem bestimmten Alter gibt es nur noch die Wahl zwischen Single und Paar Tanzkursen, was schon reichlich diskriminierend ist) eine besonders hippe und lustige Tanzlehrerin namens Eva, die die angespannte Atmosphäre gleich mit ein paar Animateurscherzen aufzulockern wusste. An den Namen des zweiten Tanzlehrers, der für die einer jeden Tanzschule typische Musik sorgte, die sonst kein Schwein hört, kann sich die Franzi nicht mehr erinnern.
Das Tanzen an sich machte großen Spaß. Zum Erlernen der Grundschritte des Discofox hatte sie einen Tanzpartner der aus Edingen, der Nachbargemeinde des derzeitigen Wohnsitzes der Franzi kam und den sie gleich bat sie doch mit dem Auto mitzunehmen. Für eine schnellere Version des gleichen Tanzes wurde sie mit einem Bauingenieur aus Karlsruhe gepaart, für den langsamen Walzer bekam sie dann einen Gerd in den Arm, der schon leicht an der Seniorengrenze knabberte und für das Erlernen des Sambas bekam sie ihren ersten Zehentreter namens Klaus. Der war eigentlich ganz lustig, hatte aber das Prinzip des Sambas noch nicht so ganz verstanden. Die Wiederholungsrunde all dieser Tänze fand dann mit einem Wasserstoffperoxid blondierten etwas knubbeligen Kerl Mitte vierzig statt, der hinter seinen Brillengläsern wie eine Eule hervorguckte, leichten Mundstuhl hatte und dessen Ringellocken bis über die Schultern hingen, so dass die Franzi ständig Angst hatte ihm das ein oder andere Haar auszureißen.
Alles in Allem war es jedoch ein netter Abend an dem die Franzi sehr viel Spaß hatte.

3 comments:

Anonymous said...

hihi.. ich warte auf die fotodokumentation!!
mari

MENTALitalianO said...

Ich auch! Und wie!!!

Anonymous said...

Hi,

*prust*! Echt geil, dass du das machst. Mein Tanzkurs mit 16 hat mir schon gereicht :-)
Habe mich sogar vor dem Abtanzball gedrückt!

Na, dann mal gut Schritt oder was sagt man da?

Cheers,
JP