Sunday, September 28, 2008

Fahren bis nach Birmingham


Freitag früh schnappte sich die Franzi ihren Paul und machte sich auf den Weg nach Birmingham zum Flughafen. Ihr Flug nach Düsseldorf sollte um 13:30 starten, aber da die Franzi für 200 Pfund mit der Billigairline flybe flog musste sie eine einstündige Verspätung in Kauf nehmen. Zudem wurden an Board noch nicht mal Getränke serviert und die Sitze waren äußerst speckig. Aber dafür bekam die Franzi einen netten Sitznachbarn, der auch nach Köln musste. So verging die Zeit wie im Fluge. Man tauschte sich über das seltsame Verhalten der britischen Bevölkerung beim Ausgehen, die Küche und das Leben an sich aus. Er bot ihr sogar an sie vom Flughafen in Düsseldorf bis zum Rudolfplatz in Köln mitzunehmen, was die Franzi dankend annahm.

In Köln angekommen überraschte sie ihren Cousin, der zu seinem 30 Geburtstag zur Familienfeier geladen hatte, und den die Franzi kaltblütig über mehrere Wochen angelogen hatte, indem sie ihm erzählt hatte nicht kommen zu können. Auch ihre Cousine aus der Schweiz war da, sowie ihr in Köln lebender Cousin. Gemeinsam machten sie sich dann auf ins brasilianische Restaurant Maracana Rodizio, wo die Kellner mit Fleischspießen durch die Gegend rannten und den einzelnen Gästen dann kleine Stücke auf ihren Teller filetierten.

Anwesend waren so ziemlich alle Familienmitglieder mütterlicherseits, angereist aus Oldenburg, der Schweiz und der Rhein-Neckar-Region. Bis spät in den Abend saß man gemeinsam und futterte, erzählte sich Geschichten aus dem eigenen Leben und brachte die anderen auf den neusten Stand. Unterbrochen wurde das ganze nur von den einstweilen auftauchenden Sambatänzerinnen, die mit dem Po wackelnd durch den Laden schwebten und den ein oder anderen Herrn zum Tanzen aufforderten. Den Abschluss bot, sehr zur Franzis Entsetzen eine Polonaise aller Gäste durch das Restaurant, wobei Passanten von außen doch recht neugierig durch das Fenster blickten.

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