Monday, September 29, 2008

Colonina


Am Sonntag wurde die ganze Familie zum Bruch in die Kulisse geladen. Mehrere Stunden labte man sich an den köstlichen Speisen, genoss das schöne Wetter und schaute Fotos des Franzi-Cousins aus Brasilien an.

Am Nachmittag hieß es dann Abschied nehmen, denn die Franzi wollte mit ihrer Familie auch noch ein wenig Zeit alleine verbringen. Sie gingen gemeinsam Essen, planten ihren Urlaub in Australien und mussten dann auch schon zum Bahnhof, denn die Franzi wollte ihren Flybe Flug nach Birmingham nicht verpassen. Besonders schlimm war es der Franzi-Schwester tschüss zu sagen, die fliegt nämlich am Ende der Woche nach Perth und wird dort mindestens sechs Monate bleiben.

Der Zug zum Düsseldorfer Flughafen war ziemlich überfüllt und als dann noch zwei Herren mit Fahrrädern durch die Türen drängten begann die Hausfrauenreisegruppe im Zug ihrem Ärger Luft zu machen. Das Geschimpfe hielt bis zum Flughafen an, den die Franzi zu ihrem Entsetzen 30 Minuten vor Abflug erreichte. Sie hastete durch die Sicherheitskontrolle, stresste sich sehr das Gate noch zu erreichen und ging als letzte an Board. Sobald das Flugzeug beladen war ging es auf die Startbahn, wo sie dann ganze 30 Minuten rumgurkten, was den Sitznachbarn der Franzi zu einem lapidaren "Fahren wir bis nach Birmingham?" stimulierte.

Der Flug verging schnell, auch weil die Franzi wieder einen recht lustigen Nachbar hatte. In Birmingham angekommen fand sie ihr Auto auch gleich und machte sich gegen 22 Uhr, ohne einen Pfenning Bargeld in der Tasche auf die Rückfahrt. Diese verlief auch relativ reibungslos bis die Franzi nach Worcester (sprich Wooster) kam. Dort verpasste sie nämlich die richtige Autobahnausfahrt und musste daher bis kurz vor Bristol auf der M5 weitergurken. Was sie nicht bedacht hatte war, dass sie 5,30 Pfund für die Severn Bridge zwischen England und Wales bereit halten musste, und dass diese nur in bar bezahlt werden konnten. Das Schild, auf dem "Cash only" stand, befand sich jedoch nach der letzten Raststätte vor der Grenze, so dass die Franzi umständlich nach Weston-Super-Mare fahren musste, dort lange nach einer Bank suchte um dann die gleiche Strecke wieder zur Autobahn zurück zu fahren. Das nächste Mal wird sie besser auf ihr Sat-nav hören.

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