Tuesday, October 28, 2003

Belfast 28.10.2003

Boah, was fuer ein Wochenende.

Am Freitag war ich mit Aoife vom MBUL im High Stool, einem alternative Pub mit Live Musik in Limerick. Dort spielten Berkeley, eine mit Bon Jovi zu vergleichende musikspielende Band aus Donegall, die ziemlich genial waren. Leider habe ich auf dem Rueckweg nachts um 2 im Taxi mein Handy verloren, so dass ich weder einen Wecker habe noch sonstwie erreichbar bin.

Also habe ich Diana einen Zettel vor die Tuer gelegt, dass sie mich wecken soll am Samstagmorgen, schliesslich sollte es ja um 7 Uhr sharp mit dem Bus nach Belfast losgehen. Leider hat sie diesen Zettel erst um 6:45 entdeckt, so dass ich etwas in Eile und voller Hast meine Sachen zusammenschmiss und zum Bus rannte. Die Busse hatten leider 30 min. Verspaetung, so dass ich mich gar nicht haette beeilen muessen.

Ich habe also mit Melanie aus Marburg und Nina aus Tuebingen und 148 anderen Erasmusstudenten den Bus gestuermt, wir hatten 2, und dann sofort im Sitz eingeschlafen.

Nach 6 Stunden Fahrt und 3 Pausen kamen wir dann endlich in Belfast im Linen Hostel an um ein Bett in einem Schlafsaal mit 26 anderen zugewiesen zu bekommen, mit denen wir auch ein Badezimmer mit nur einer Dusche und einem Klo teilen mussten.

Gegen 4 hatten wir dann eine Fuehrung durch die Belfast City Hall mit unserer Fuehrerin Gemma, die so sprach als haetten wir alle einen an der Waffel, war sehr witzig, wir kamen aus dem giggeln gar nicht mehr raus.

Danach machten wir eine kleine Stadttour zu Fuss zur Shankill Road (prot.) und Falls Road (kath.) wo sich die Katholiken und Protestanten immer kloppen. Es war ganz schoen unheimlich, lauter Mauern mit Stacheldraht, Wandgemaehlde auf denen Kriegspropaganda abgebildet war, Krankenwagen die mit Sirene an uns vorbei duesten, lauter Belfast die uns angehupt haben und eine ganz schoene Spannung in der Luft und zudem noch ein fieser piesel Regen.

Nach dem Stadtrundgang ging es dann ins Hostel zurueck und nach einer kleinen Jongliersession direkt ins Bett, manch anderer/e begab sich noch zum naechsten Pub und Nightclub.

Am Sonntag brachen wir dann auf zum Giant's Causeway ganz an der Nordspitze von Nordirland im County Antrim. Der Giant's Causeway ist eine Ansammlung von Basaltsaeulen die einen Weg ins Meer bilden. In den Mythen gibt es zwei Erklaerungen fuer diese Steinansammlungen: 1. Der Riese Finn Mac Cool hatte eine grosse Liebe in Schottland, was man in der Ferne sehen kann, und baute eine Strasse von Nordirland nach Schottland um sie trockenen Fusses Irland zu holen, denn eine aehnliche Steinansammlung gibt es auch in Schottland.

2. Der Riese Finn Mac Cool wollte seinen Rivalen Benandonner in Schottland vernichten. Als er Benandonner jedoch ueber den Causeway erreicht hatte und gesehen hatte bekam er Angst und verzog sich wieder. Benandonner wollte daraufhin, er hatte Finn nicht gesehen, diesen auf dieselbe Art und Weise vernichten und machte sich auf den Weg ueber den Causeway nach Antrim. Dort hatte Finn aber eine grosse Wiege gebaut in die er sich reinlegte um Benandonner vorzugaukeln, dass seine Rasse riesig sei. Benandonner sah ihn in der Wiege und hielt ihn fuer seinen Sohn und bekam Angst weil er darueber nachdachte wie gross wohl der ausgewachsene Riese sein muss wenn doch sein Sohn schon so riesig ist. Benandonner floh und die beiden Riesen sind sich nie wieder in die Quere gekommen.

Der Causeway ist uebrigens wunderschoen, nicht der Causeway an sich, aber die Klippen die mit dranhaengen und das Meer und die Landschaft, fast so schoen wie die Cliffs und kaum Touristen.

Am Abend hatten wir dann ein Treffen mit einem Sprecher von Sinn Fein, der republikanischen Partei, der uns ueber die Ziele seiner Partei, den Nord-Irlandkonflikt und die IRA berichtete. Sehr interessant und ausserdem ein lustiges Kerlchen.

Abends dann zu McDonalds, der leider um 8 Uhr schon geschlossen war, kein Wunder, wir waren auch die einzigen Menschen auf der Strasse, und dann zu Burgerking, der erst um 9 zumachte.

Am Montag morgen war Bank Holiday, so dass wir den Vormittag noch in Belfast verbringen konnten um zu shoppen oder einfach nur rumzuschauen, es war nett, aber Belfast ist keine wirklich schoene Stadt.

Am Mittag ging's dann mit dem Bus weiter nach Dublin wo wir leider nicht genug Zeit hatten in die Stadt zu gehen sondern nur Zeit fuer eine Tour der Guinness Brauerei hatten. Sehr langweilig, das interessanteste war noch der Souvenierladen und das kostenlose Pint auf dem Dach des Gebaeudes, sehr uninteressant und nicht wirklich empfehlenswert. Wir waeren gerne in die Stadt gelaufen weil dort zeitgleich der Dublin City Marathon stattfand in dem einige UL Studenten mitliefen, aber da war nichts zu machen.

Gegen 10 Uhr kamen wir dann wieder hier in Limerick an und ich habe mich zu Sandra begeben, deren Freund gerade zu besuch hier ist und mich an frischem deutschem Brot gelabt.

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