Von Limerick ging es dann mit Bus Eireann weiter nach Cork, wobei wir alle wenig von der Gegend mitbekamen sondern einen kurzen Morgen/Mittagsschlaf hielten. Erwaehnenswert ist jedoch, dass dieser Bus nur alle 2 Stunden faehrt und zwar non-stop, d.h. er haelt nur 2 mal auf dem Weg und nimmt nur so viele Leute mit wie er Sitze hat, alle anderen werden auf den naechsten Bus verwiesen.
In Cork angekommen machten wir uns auf die Suche nach der Tourist Information, aber irgendwie schien es mehrere zu geben, oder niemand wusste genau wo sie zu finden war, vielleicht lag es auch an den vielen second hand bookshops auf dem Weg, jedenfalls haben wir sie nie gefunden. Was wir jedoch gefunden haben war eine geniale Stadt, mit einer richtigen Fussgaengerzone, Jongleuren, Irish Folk Musikern und kleinen verwinkelten Gassen in denen es alle moeglichen Arten von Kleinkunst gab. Also verbrachten wird den ganzen Tag damit durch diese Gassen zu schlendern, kleine Besorgungen zu erledigen, Jongleuren zuzuschauen und in Buchlaeden rumzuschnuppern. Nachmittags haben wir uns dann ein Pub gesucht und dort das Jahrhundertspiel Irland gegen die Schweiz angeschaut, leider hat die Nationalmannschaft ja dann so schlecht gespielt, dass sie verdient 2:0 verloren haben - Schuld war Stephane Chapuisat, der inzwischen bestimmt schon 40 sein muesste aber immer noch wie ein junger Gott spielte. Immerhin hat Irland dann noch ein Spiel bei den Rugby Weltmeisterschaften gewonnen, gegen Rumaenien.
Am Sonntag war ich wieder aus mit dem MBUL, diesmal mit ziemlich wenigen Mitgliedern, es zeigten sich nur Darragh, Cormac, Dave, Marc und Shane, so dass wir diesmal da wir ja alle so "fit" waren eine etwas schwerere Route nach Cratloe Woods einschlugen. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 21km/h auf dem Mountainbike war ich schon ziemlich fertig als wir nach 10 Meilen dort ankamen. Von dort ging es aber nicht wie gewohnt direkt in den Wald, sondern zum Golfball nach oben auf den Berg rauf. Haette mir das jemand gesagt waere ich bestimmt nicht um 10 aus meinem warmen Bett gekrabbelt. Es ging 6 Meilen mit einer ueblen Steigung Bergauf, und Dave, der neben mir radelte erzaehlte mir und Shane immer: Oh, der Gipfel ist gleich hinter der naechsten Kurve, nur um dieses dann bei der naechsten Kurve wieder zu erzaehlen. Halbtot konnte man meinen Zustand beschreiben als wir endlich oben ankamen, fuer die Aussicht ueber das Shannontal hatte es sich aber gelohnt, und die Abfahrt, die wir dann mit 55 km/h nahmen war auch nicht schlecht, abgesehen davon, dass uns in ihrer Mitte ein Autofahrer entgegen kam und ein Schlagloch, dass mich fast aus dem Sattel gehoben haette. Dann ging's zu Ashling's shop um neue Kraefte mit diversen cookies und tarts zu schoepfen nur um dann wieder die Berge zu erklimmen, diesmal ueber gut asugefahrene Waldpfade und kaum vorhandene Waldpfade. Diverse Stuerze gab's noch dazu, Darragh stuerzte beim Versuch ueber eine Klippe zu springen und wurde vom Sattel seines Fahrrads gegen den Helm getroffen bevor sein Fahrrad den ganzen Berg alleine hinunter fuhr und in einer Baumkuppe haengen blieb, ich verlor in einem Schlammloch die Balance und machte einen wenig grazioesen Abgang und Shane prellte sich die Schulter beim Versuch eine Schanze zu ueberspringen - dabei bin ich nicht geflogen.
Der Tag endete dann damit, dass ich beim Austreten ausrutschte und in eine irische Brennesselkolonie fiel, deren Quaddeln an Armen und Beinen auch am Montag noch juckten.
Ausserdem gabs noch eine Pizzasession mit Sandra, selbstgemacht, sowas gibt's hier gar nicht im Supermarkt, Hefe kann man nicht kaufen, und mit einer exessiven The Matrix und Matrix Reloaded session in No. 5.
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