

Soho liebe Leute, da bin ich wieder, diesmal mit einem aeusserst interessanten Bericht aus -- Joburg
am Freitag ging's wie immer mit Karabo los, diesmal wieder um 8, es wurde aber noch getankt etc, so dass wir gegen 9:30 in Joburg waren. Karabo setzte Saskia, die mit ihren Bekannten einen Ausflug in den Kruegerpark machte an der Eastgate Mall ab und versprach mir mich dann zur Northgate Mall zu bringen, denn dort war erstens eine Mall von der mich mein Backpackers abholen wollte, und zweitens der Coca Cola Dome der spaeter noch eine Rolle spielen wird.
Nach diversen Stops, Karabo musste Fruehstuecken, Karabo musste aufs Klo, Karabo musste Geld holen, Karabo musste zum Topsy Hauptquartier, K.. ... in einer Mall eine CD umtauschen, kamen wir schliesslich um 11h in Northgate an. Northgate ist ganz im Norden von Johannesburg, ziemlich weit draussen und ziemlich sicher und hat wie jede andere Mall hunderte Geschaefte, Fast Food Restaurants und Supermaerkte. Ich habe dort einen super Tag verbracht, es war ziemlich heiss hat aber ordentlich geschuettet und habe Latte Macchiato decaf mit Oreo Keksen "paniert" bzw. dekoriert in mich hineingeschuettet "lekker" wuerde der Afrikaaner sagen.
Um 17h wurde ich dann von Brigitte vom Sleek Backpackers abgeholt, 1h verspaetet war die gute Dame weil sie am falschen Ausgang gewartet hatte....aber sie schien ganz nett, eine Deutsche, die Touristenfuehrerin ist und mit einem Italiener verheiratet war. Sie nahm mich mit ins Hostel und dann gleich zur Waterfront, einer wirklich schoenen Anlage mit lauter schicken kleinen Restaurants, wo wir schliesslich bei Angelo einkehrten und uns ueber Pizzen hermachten. Derweilen liess sie ihre 4 Jahre alte Enkelin und deren 5 jaehrige Freundin unbeaufsichtigt im Dunkeln auf dem Spielplatz spielen, und das in Joburg, aber sie meinte das waere alles sehr sicher und die beiden wuessten, dass sie nicht mit Fremden mitgehen sollten.
Am naechsten Morgen hatte ich dann eine Chance das Hostel genauer zu betrachten. Ein wahrhaftiges Dreckloch, mit einem auf dem Internetauftritt praesentierten "pool with sparkling blue water" der gruener nicht haette sein koennen, zwei riesigen Hunden die mich gleich ansprangen, ca. 6 Katzen, ueberall im Garten Hundepooh und Duschen die bestimmt seit 3 Jahren nicht mehr geschrubbt wurden, und das alles fuer 85 Rand (12 Euro) waehrend alle anderen Hostels nur 70 Rand nehmen. Aber sie hatten einen Fahrdienst, und der war guenstiger als das Taxi. Brigitte war jedoch leider auf einer Tour durch den Kruegerpark, so dass ich mich nicht bei ihr beschweren konnte und nur Marlene, die geistig eingeschraenkt ist betreute das Gelaende. Den Vormittag verbrachte ich mich braeunend am gruenen Pool, die Ruhe und Stille ohne die Kinder geniessend als ploetzlich die zwei kleinen von anderen Gaesten auftauchten und ab da gings dann immer "Auntie can you please..." "Antie can you do that..." ah, ich wollte sie im Pool ertraenken.
Schliesslich war ich so genervt dass ich mich aufgemacht habe einen belebteren Platz zu suchen, und Marlene sagte mir so wie Brigitte am Abend vorher dass die Gegend aeusserst sicher sei und ich ueberall hin laufen koennte. Also lief ich die Strasse hoch und landete am Taxi Rank in Randburg, wo ich ausser zwei Albino-Schwarzen die einzige weisse Person weit und breit war und auch gleich bestuermt wurde: " Can you employ me?" "Can I help you?" "Where do you want to go?" "Are you here on your own?" ich war kurz davor schreiend Fersengeld zu geben bin aber gluecklichweise dann in der Randburg Mall gelandet und dort war's recht friedlich. Auch der Rueckweg war nicht besser als der Hinweg und so habe ich beschlossen frueh ins Bett zu gehen und die Kinder zu ignorieren. Dummerweise gab's noch deren Mutter, Berry, die einer Gospel Gemeinde angehoert und beschloss ihren christlichen Glauben mit mir zu teilen. Es war auch wirklich sehr interessant als sie mir davon erzaehlte wie ihr Jesus in einem Esel erschienen ist, dass ihre Kinder beide das goettliche Leuchten in sich tragen, ob mir das nicht aufgefallen waere, dass sie von Christus gerettet und von ihren Suenden befreit worden waere und als das alles nicht zog und ich weiter auf die Evolutionstheorie beharrte und erklaerte, dass schon sehr viele verzweifelt versucht haetten mich zu bekehren sagte sie: God is reaching out for you and you can't even see that. But all these christians are praying for you to be saved one day and one day, you'll meet the person that makes you appreciate Christ." Da bin ich nur noch ins Bett geflohen...
Sonntag war auch ein herrlicher sonniger Tag und ich beschloss zur Rosebank Mall und dem dortigen Markt zu fahren um mich an Sushi und Samoosas zu laben. Um dorthin zu gelangen nahm ich ein Mini Bus Taxi. Man stellt sich also an die Strasse und wenn ein Minibus in Sichtweite kommt haelt man die Hand mit dem Zeigefinger ausgestreckt nach aussen, das bedeutet man moechte Stadteinwaerts fahren, haelt man den Zeigefinger nach unten bedeutet das stadtauswaerts. Eine geoeffnete Hand mit allen 5 Fingern ausgestreckt zeigt die Strecke von Norden nach Sueden, 5 Finger nach unten gestreckt von Sueden nach Norden. Hab also meinen Finger ausgestreckt und prompt hielt auch gleich das erste Taxi und nahm mich fuer 5 Rand mit. Das war eigentlich echt ganz amuesant, man hat jedoch keine Sicherheitsgurte und die Herren Fahrer duesen mit ca. 70 kmh durch die Stadt und wenn's sein muss auch ueber rote Ampeln. Aber ich kam sicher an die Rosebank, hatte einen herrlichen Tag und kehrte gegen 15 h mit dem Taxi und dem Finger nach unten zurueck um mich fuer das besondere Bonbon - das Bryan Adams Konzert im ausverkauften Coca Cola Dome bereit zu machen.
Fuer alle die's interessiert hier lesen, alle anderen bitte weiterscrollen:
Um ca. 17h war ich vor dem Coca Cola Dome - fuer den ich leider ein Ticket der General Admission hatte. Die Karten fuer den Golden Circle direkt um die Buehne rum waren schon ausverkauft. Der Einlass war voellig ohne Probleme, kein Gedraengel, kein Gerenne, keine Hysterie, wirklich super organisiert.
Cubic Inch, die Vorgruppe aus Durban waren super gutaussehende Kerle oben ohne mit Stimmen wie denen von "The Calling", aus denen wird bestimmt nochmal was.
Um 21h betrat dann der Meister die Buehne mit So far so good, hat mich ehrlich gesagt nicht vom Hocker gerissen. Dann kam Somebody, This Time, Open Road, 18 til I die, Let's make a night to remember, Can't stop this thing, Back to you, Summer of 69, Everything I do, Cuts like a knife und dann When you're gone zu dem er immer ein Maedel mit Enthusiasmus zu sich auf die Buehne holt. Die Glueckliche hiess diesmal Sylvia aus einem unaussprechlichen afrikaansen Ort namens Kruigersdorp, Bryan verstand immer nur Dope und machte sich tierisch darueber lustig, dass er kein afrikaans spricht. Vorher hatte er noch ein Maedel zurecht gewiesen die ihre Brueste rausstreckte: "Now you better put these two away, they won't get you on stage, but they'll get you backstage..."
Er spielte dann waehrend WYG (mit Sylvia aus Dopetown) mit Sylvias Hintern Gitarre und lies sie den Refrain allein singen, grosser Fehler. Aber sie war lustig und nahm's mit Humor. Danach gab's I'm Ready und Heart on fire mit seiner neuen Gitarre, die er als sassy, classy and electrifying bezeichnete. Dann gab's Heaven, The only thing..., Cloud no 9, Run to you, The best of me mit Leute in der ersten Reihe begrabschen (ein Maedel hat ihm doch tatsaechlich das T-Shirt vom Leib gerissen waehrend die daneben in seinen Hintern kniff, er hat ungeruehrt weitergesungen , Straight from the heart, please forgive me und all for love.
Das Publikum bruellte immer nach ner Zugabe und Bryan und die Jungs waren super gut drauf. Keith hat bei It's only love mal wieder Tina Turner ersetzt und auch ansonsten besonders bei Hearts on fire ne super Show hingelegt. Norm zeichnete sich wie immer durch seine herrlichen Gesichtsgrimmassen aus und Gary und Mickey haben wie die verrueckten gespielt.
Es gab sogar zweimal eine Publikumswelle, einmal von Bryan initiiert und die 22000 im Coke Dome haben sich begeistert dazu hinreissen lassen. Bryan meinte dann noch, dass dieses Konzert das Neujahreskonzert von vor einigen Jahren um einiges uebertreffen wuerde und dass er gar nicht mehr gehen wolle, und dieses mal hat er's glaube ich auch wirklich gemeint. Tolles Konzert, und endlich auch mal wieder ueber 2h.
Am Montag frueh wollten wir uns dann mit Silja, der Direktorin von Topsy vor der Deutschen Schule in Joburg um 7h treffen, das hatte ich meinen Gastgebern auch gesagt und die meinten sie organisieren mir eine Fahrt mit ihrem Onkel. Dummerweise haben Sie nur gesagt dass ich zur Deutschen Schule muss, aber nicht, dass ich um 7h dort sein soll. Also wurde es 8, aber wir haben's heil zurueck geschafft. Und Joburg ist einfach eine tolle Stadt!
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