Monday, May 28, 2007

Deutschland rockt

Am Montag früh mussten die Franzi und die Andrea leider Abschied von dem wunderbaren Hotel nehmen das die Franzimutter gebucht hatte und in ein Hostel umziehen, wo sie sich ein Zimmer mit sechs anderen Grazien teilten. Das St. Christopher's at the Winston liegt mitten im Rotlichtviertel von Amsterdam, eingekesselt von Sexshops und Condomerien und wurde von der Franzi und der Andrea als bemerkenswert sauber empfunden. Der nette Rezeptionist rief freundlicherweise bei den Amsterdam Pirates an, da die Franzifamilie alle Wegbeschreibungen zu Hause vergessen hatte, und erklärte ihnen das weitere Fortkommen mit den öffentlichen Verkehrsmitteln.
Also drückte man sich gemeinsam in die S-Bahn Nr. 17 nach Osdorp und nahm von dort ein Taxi um rechtzeitig zu Spielbeginn nach Ookmeerpark, dem Heimatplatz der Amsterdam Pirates und dem diesjährigen Austragungsort der
Softball Europameisterschaften zu kommen.
Natürlich fing es prompt an zu regnen, als die Familie am Austragungsort angekommen war. Die Fridi, die kleine Schwester von der Franzi spielt nämlich seit diesem Jahr in der deutschen Softball Nationalmannschaft als Catcherin und musste daher mit vereinten Kräften angefeuert werden. Die Deutschen Softballerinnen sind im internationalen Vergleich, besonders verglichen mit den Italienerinnen und den Holländerinnen gelinde gesagt nicht so gut.
Besonders erfreut war die Franzi, als sie die ganzen Freundinnen von der Fridi dort im Publikum sah, die sich die ganze Woche frei genommen hatten und sich spezielle Fridi-Fan T-Shirts gedruckt hatten.
Das erste Spiel der Deutschen Mannschaft war jedoch gegen Griechenland, die aus Geldmangel ihre ganzen zur Olympiade eingekauften und eingebürgerten Amerikanerinnen wieder verkaufen mussten und daher mit einem rein griechischen Team antraten und 10:3 geschlagen wurden. Die Spielbedingungen waren alles andere als gut, ein ständiger Nieselregen machte den Ball glitschig und die Zuschauer nass, kombiniert mit herbstlichen Temperaturen um die 15 Grad waren sowohl Zuschauer als auch Spieler froh, dass die Partie nach dem 5. Inning schon abgebrochen wurde.
Danach quatschte die stolze Franzifamilie noch mit der kleinen Nationalcatcherin und als diese dann zurück ins Teamlager musste begab sich die Franzifamilie in die Stadt um dort eine Fotoausstellung mit wunderbaren Tierfotos zu besuchen, ein Pfannkuchenrestaurant unsicher zu machen und einen wohlverdienten Mittagsschlaf im Luxushotel der Franzieltern hinter sich zu bringen un sich aufzuwärmen.

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