Thursday, February 28, 2008

Franzi in Madrid


Am Mittwoch wollte die Franzi eigentlich ein bisschen ausschlafen. Die Wände in dem spanischen Haus, in dem sie untergebracht ist, sind jedoch aus Pappe, und als der Nachbar gegen 9 Uhr anfing seine Wohnung zu saugen war es mit der Träumerei aus. Die Franzi machte sich ein gemütliches Frühstück und fuhr dann nach Madrid. In Atocha bewunderte sie den Regenwald, der in Mitten des Bahnhofs aufgebaut worden war. Dann fuhr sie zur Puerta del Sol um sich ein wenig an der frischen Luft zu bewegen. An der Puerta del Sol fand bei ihrer Ankunft eine Demonstration von Behindertenbetreuern statt, die mehr Geld und bessere Arbeitsbedingungen forderten. Das Treiben war recht bunt und die Franzi beobachtete es voller Interesse. Dann stattete sie dem Traditionskaufhaus Corte Inglès einen Besuch ab, das ist wie Harrod’s, nur noch abgefahrener, und begann ihren Stadtbummel. Bis zur Plaza del Oriente wanderte sie, genoss die warmen Temperaturen um die 20 Grad und auch die Kommunikation mit den Spaniern klappte ganz prima. Die Franzi kann kein Spanisch, die Spanier kein Englisch, aber am Schluss landete sie immer dort, wo sie ursprünglich hin wollte. In diesem Fall war das der Palacio Real, also der spanische Königspalast. Auf der Plaza del Oriente setzte sie sich in die Sonne, schrieb ein paar Postkarten und beobachtete gleich zweimal die Wachablösung; wirklich spannend war sie nicht, dafür aber witzig. Sie besuchte den Jardin de S. (Name entfallen) und begab sich dann in den Königspalast, da Mittwochs dort für Europäer freier Eintritt ist. Das ganze Gebäude war eher pompös als gemütlich und die Sicherheitsdamen passten auf wie die Luchsinnen, dass keiner Fotos schoss. Vom Königspalast ging’s dann weiter zur Plaza Mayor und von dort die Calle Alcalà entlang bis zum Parque di Ritiro, in dem die Franzi dringend eine Toilette suchte und schließlich auch fand. Madrid ist ja wunderschön, aber die zwei öffentlichen Toiletten der Stadt sind eine Katastrophe - überhaupt sind spanische Toiletten eine Katastrophe.

Nachdem sie den ganzen Tag über mehr als 15km gelaufen war, war sie der Meinung, dass sie die letzten zwei Kilometer zur Renfe Station auch noch schaffen würde und kam mit qualmenden Füssen dort an.

Abends dann Kartoffelauflauf mit der Cousine und das Boot auf DVD.

4 comments:

Anonymous said...

Für zukünftige Konversationen in Ö: tu nicht sagen "passten auf wie die Luchsinnen" sondern "Haftlmacher (aufpassen wie)"

;-)

MENTALitalianO said...

Qualmende Socken wär die Kollokation gewesen... Grüße aus Trient, Mario

MENTALitalianO said...

Das Boot mit allen deutschen Schauspielern: Prochnow, Grönemeyer, Semmelrogge, Hoenig, Ochsenknecht, Claude-Oliver Rudolph, Jan Fedder, Ralf Richter!

InsideOut said...

Ganz genau das Boot :-)