Monday, May 12, 2008

Schnorcheln und das Kotzen, das kein Ende hatte


Am Sonntag entschieden sich die Franzi und die Saskia fuer einen Schnorcheltrip auf 4 kleine Inseln im Marinenationalpark Koh Chang. Morgens frueh wurden sie abgeholt und in einem Minibus nach Bang Bao gebracht. Dort bestiegen sie einen alten Kutter, der sie auf die Inseln fahren sollte. Die Stimmung an Board war ausgelassen. Unter den ca. 25 Schnorchelverrueckten befanden sich zahlreiche thailaendische Familien, eine australische redneck Familie mit drei Soehnen und einer thailaendischen Schwiegertochter, einige Japaner, ein franzoesisches und ein britisches Paerchen und die thailaendische Crew. Rettungswesten waren vorhanden, was die Franzi und die Saskia recht denkbar zur Kenntnis nahmen.
Sie amuesierten sich koeniglich darueber, dass die Thai Crew Tabletten gegen Seekrankheit und Kotztueten verteilte und lehnten undankbar ab. Als der Kutter dann aus dem Hafen ausgelaufen war stellte sich jedoch heraus, dass sie besser angenommen haetten. Die Wellen waren fast Mannshoch und schon nach kurzer Zeit hatten einige Personen an Board eine recht blasse Gesichtsfarbe. Waehrend der Franzi immer schlechter wurde, klammerte sich die Saskia bei jeder hohen Welle staerker an Franzis Schwimmweste und stoehnte leise vor sich hin. Die Franzi stoehnte aus einem anderen Grund und bedeutete schliesslich einem jungen Seemann, dass sie auch gerne eine Tuete haette. Dies bekam ihre Thai-Nachbarin mit, die der Franzi gleich ihren Tigerbalsam reichte, damit sie sich ihn riechsalzaehnlich unter die Nase reiben konnte. Dies half der Franzi ungemein, ihrer Nachbarin, die ihr das Flaeschchen so nett gereicht hatte half es jedoch nicht. Keine zwei Minuten spaeter war sie die erste, die ihr Tuetchen vollmachte. Dann erwischte es noch die Franzoesin, die damit fuer den Rest des Tages ausser Gefecht gesetzt wurde und einen Japaner. Die Franzi hielt sich vornehm zurueck und genoss beim ersten Inselstopp zusammen mit der Saskia die fabelhafte Unterwasserwelt.
Nach dem ersten Stopp gab es ein leckeres Lunchbuffet, an das sich die Franzi und die Saskia auf Grund ihrer aufgewuehlten Maegen, die Saskia hatte es in der Zwischenzeit auch erwischt, nicht herantrauten. Statt dessen baten sie die Crew um eine der Pillen, die sie sogleich freudig einwarfen.
Der zweite Stopp war an einer kleinen Insel, in der hungrige Fische bereits auf sie warteten. Kaum im Wasser stuerzten sie sich auf die mitgebrachten Leckereien und frassen den Schnorchlern fast aus der Hand.
Dann schipperten sie zu einer kleinen Insel mit einem herrlichen Sandstrand. Leider hatte sich das Wetter so weit verschlechtert, dass ihnen der herrliche Sandstrand um die Ohren wehte und die Wellen so hoch waren, dass es sehr anstrengend war gegen sie anzuschwimmen.
Letzter Stopp war dann ein weiters Riff, bei dem sich die Saskia entschied nicht ins Wasser zu gehen. Die Franzi genoss wieder einmal die herrliche Unterwasserwelt, musste dann aber fruehzeitig zum Boot zurueck kehren, da die Wellen so hoch wurden, dass sie kaum noch gegen sie anschwimmen konnte. Sicher im Boot zurueck beobachteten Franzi und Saskia wie mehrere ihrer Mitschnorchler von der Mannschaft aus dem Wasser gefischt werden mussten, da sie unter das Boot getrieben bzw. sehr weit davon abgetrieben wurden.
Waehrend des BBQs auf der Rueckfahrt waren die Wellen doch merklich groesser und gefaehrlicher geworden, so dass Franzi und Saskia um eine zweite Dosis der Dimenhydrinate baten.
Diese knockten sie so aus, dass sie den Rest der wilden Fahrt mehr oder weniger schlafend verbrachten. Auch die anderen Gaeste hielten sich mit dem Kotzen auf der Rueckfahrt sehr zurueck, nur ein Japaner liess sich das leckere BBQ nochmals durch den Kopf gehen. Er machte mehrere Tueten voll und sah auch sonst sehr fertig mit der Welt aus.
Wieder an Land schunkelten die Franzi und die Saskia zu ihrem Minibus zurueck und machten erst mal ein Nickerchen, auf ihrem mit den Wellen schunkelnden Bett.

Abends, als sie sich aufrafften und ins naechste Restaurant liefen erfuhren sie von einem Schweizer, der auf Koh Chang eine Touristeninformation betreibt, dass auf Grund der hohen Wellen allen Touristenbooten die Ausfahrt bis zum 15.05. verboten wurde.

Nachtrag: Auf ihrer naechtlichen Wassereisrunde wurde die Saskia dann fast von einem 15cm grossen Kaefer (Foto in der Gallerie) angefallen was sie zu mehreren lauten Schreckensschreien verleitete. Als sie dann auch noch ein Frosch in der Bungalowanlage ansprang wurden saemtliche Gaeste durch markerschuetterndes Schreien geweckt.

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