Friday, September 01, 2006

Cambodia 31.08.2006



Phnom Penh: eine wunderschoene Stadt. Wir kamen hier am 30.8. an, die totale Hitze und ein Hotelzimmer, einfach ein Traum. Die Menschen hier sind dunkler, aber fast noch freundlicher als in Thailand, nur das Essen ist nicht so lecker und mit meinen Kontaktlinsen guck ich wirklich in die Roehre, soviel Staub gibt's ja im Leben nicht.
Wir wurden am Morgen von Gerd in ein Tuk Tuk gesetzt und der Fahrer brachte uns zu allen historisch wichtigen Sights der Stadt. Zuerst bestaunten wir das National Museum, das in einem wunderbaren Sandsteinbau residiert, mit einem schoenen Garten und vielen Ausstellungsstuecken aus der Geschichte Kambodschas, vor allem aus der Pre-Angkorian und Angkorian Periode. Danach ging's zum Central Market, auch schoen, aber nicht so beeindruckend wie der Night Bazar und zwischen den Fleischstaenden wurde mir ganz schoen schlecht. :-)
Dann sind wir zum Tempel Wat Phnom gefahren, der der einzige auf dem Berg liegende Tempel in Phnom Penh ist, denn es gibt nur einen Berg. Phnom heisst Berg auf Khmer, und Frau Penh hat diesen Berg entdeckt, so sagt die Sage. Spaeter schlenderten wir ueber den Russenmarkt, auf dem wir guenstig noch mehr DVDs erstanden, auch Original Copy aus Thailand. Dann ging's zum Essen und danach mit Sabine zum Royal Palace, dem Wohnsitz von Koenig Siharmonie und seinen Eltern, dem alten Koenig Sihanouk und seiner Frau. Wir hatten eine super Fuehrung mit einem echt niedlichen Englisch Studenten als Fuehrer, der jedoch eine sehr gewagte englische Aussprache hatte.
Sabine musste dann mal wieder zum Protokollieren mit Gerd und Marlies und ich sind raus zu den Killing Fields gefahren. Das ist eine Grabseite von vielen Massengraebern aus der Zeit des Khmer Rouge Regimes in der vor allem Frauen und Kinder, aber auch alle Gelehrten umgebracht wurden.In diesen Massengraebern fanden sich insgesamt ueber 8000 Koerper, die inzwischen exhumiert wurden, viele von ihnen tatsaechlich Frauen und Kinder, die durch das an einen Baum schlagen, getoetet wurden. Es gibt zudem einen Turm, der mit 8000 Schaedeln, die auf dem Gelaende gefunden wurden, gefuellt ist. Die meisten der Toten wurden erschlagen um Kugeln zu sparen.
Ausserdem sind auf dem Gelaende sehr viele Kinder, die einen pausenlos anbetteln.
Es ist wirklich erschreckend, wie viele Leute hier betteln, dauernd hat man Kinder am Rockzipfel haengen, die einen um Geld bitten, Frauen, die mit ihren Saeuglingen auf der Strasse schlafen und unheimlich viele Opfer von Landminen mit amputierten Gliedmassen. Dennoch sind die, die Betteln irgendwo integriert, denn es gibt es eine bestimmte Rangordnung, und nur wer eine hohe Stellung hat, darf an den touristischen Attraktionen betteln.

Siem Reap: Morgens um 6;30 ging's los, mit dem Speedboat von Phnom Penh nach Siem Reap zum 3. Crossborder Dialogue (CBD) veranstaltet von der Friedrich-Naumann-Stiftung. Der CBD soll Menschen, die in NGOs arbeiten die Moeglichkeit bieten sich mit anderen auszutauschen und ueber Menschenrechte zu lernen. Teilnehmende Laender sind Thailand, Burma/Myanmar, Cambodia und seit diesem Jahr Suedtirol.
Die Fahrt auf dem Tonle Sap war grandios, bei herrlichstem Sonnenschein ging es an den aus Filmen bekannten Holzbooten mit Fischern unter breiten Hutkrempen vorbei, an Holzhaeusern auf Stelzen und an viel Wasser und dicken Wasserpflanzen. Die Ankunft in Siem Reap war aus sehr spektakulaer, denn mit dem Moment des Anlegens stuermten 100te von Tuk Tuk Fahrern aufs Boot um Klienten zu werben. Mit dem Taxi ging's dann in das City Angkor Hotel, ein 4 Sterne Hotel in dem wir mit "special price" auch als Studenten wohnen koennen ohne zu verhungern. Die anderen Teilnehmer des CBD sind alle unheimlich nett und aufgeschlossen und das Buffet und die Kennlernspiele, die wir bisher gemacht haben waren sehr Gaumenschmeichlerisch (ersteres) und lustig (zweiteres).
So, jetzt muss ich los, denn Gerd wartet draussen vor einem Angkor Bier und erwartet unsere Gesellschaft.
Liebe Gruesse
Franzi

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