


Hallo,
da bin ich wieder. Diesmal aus Hanoi, Vietnam. Das war vielleicht ein Act hierher zu kommen. Sabine und Gerd brachten uns noch zum Flughafen, wir sind inzwischen irgendwie fast wie eine kleine Familie.
Am Flughafen in Siem Reap wurde uns von Vietnam Airlines mitgeteilt, dass unser Flug gecancelled wurde und wir auf den naechsten Flug umgebucht wuerden, der war allerdings erst zwei Stunden spaeter. Der Flug hatte dann fast eine Stunde Verspaetung, so dass wir erst um Mitternacht in Hanoi waren. Zu meinen Hanoierfahrungen gehoert es unter anderem, nachts die Klosschuessel zu umarmen.... tja, das Leben ist nicht einfach in diesem Teil der Welt.
Heute frueh haben Marlies und ich ausgeschlafen und nur einen Spaziergang um den Huan Chiemsee gemacht, uns dann in einem Cafe niedergelassen und einen Fruchtshake nach dem anderen gesoffen, herrlich diese Dinger, das sind einfach puerierte Fruechte, aber sie schmecken so viel besser als zu hause.
Jetzt geht's in die Mittagspause, schoen ausruhen in unserem klimatisierten Zimmer fuer 7 Dollar. So gefaellt mir das Leben....
Gerade hatten wir ein Erlebnis der etwas anderen Art. Waehrend unseres Mittagschlafes klingelt es an der Tuere, ich oeffne und der Typ von der Rezeption steht vor mir, mit einem Handwerker, sie muessten kurz die Klimaanlage reparieren... naja, der Klimaanlagentyp reparierte, waehrend der Rezeptionist, der kaum Englisch spricht auf meinem Bett platz nahm, ohne mich zu fragen, meine Postkarten anschaute, ohne mich zu fragen, dann die Adressen versuchte zu lesen und sich schliesslich zu Marlies, die nur halb bekleidet war aufs Bett setze und versuchte mit uns ein Gespraech zu fuehren. Er schien ueberhaupt nicht zu bemerken, dass uns das unangenehm war und wir waren so ueberrumpelt, da lag uns kein passender Kommentar auf der Zunge.
Tja, und die schlechten Erfahrungen gehen weiter. Heute haben wir uns von zwei Motorradfahrern zum Ho Chi Minh Museum bringen lassen, das bereitet echt Freude hier in Hanoi auf nem Moto zu sitzen, Verkehrsregeln etc. beachtet kein Mensch. Das Museum war natuerlich geschlossen, und so nahmen wir einen total niedlichen Vietnamesen mit seinem Moto um von dort zum Literaturtempel zu fahren. Der Preis wird immer ausgemacht bevor man aufs Rad steigt, in diesm Fall 20.000 dong, das ist 1 Euro, und wir sassen zu zweit drauf. Vom Literatur Tempel, der uebrigens alles andere als Beeindruckend war brachte er uns dann wieder zu einem verhandelten Preis von 60.000 dong zum Museum der Unabhaengigkeit. Als wir vom Moto stiegen wollte er ploetzlich 200.000 Dong und veranstaltete einen riesen Zirkus in dessen Verlauf wir dachten, er wuerde uns irgendwann ins Gesicht schlagen. Also haben wir ihm 90.000 Dong gegeben und sind abgezischt, aber er verfolgte uns auf seinem Moto und verstellte uns den Weg. Er beschimpfte uns als "no good" und "fuck you", parkte aber unvorsichtigerweise sein Moto auf der Strasse als er uns zu Fuss zu verfolgen begann. Es war ganz schoen krass, wir hatten beide richtig schiss und fragten einen anderen Vietnamesen aus einem Reisebuero um Hilfe. Gluecklicherweise kam dann die Polizei, und nahm unseren Motofahrer mit, er hatte in dem er das Moto auf der Strasse abgestellt hatte die StVo gebrochen. Die Polizei nahm sein Moto mit, und wir vermuten er wird es so schnell nicht wieder sehen.
Auf den Schreck ist uns erstmal das Museum vergangen und wir generieren uns im Internetcafe unter Ventilatoren, es ist fast nicht auszuhalten in der Hitze.
No comments:
Post a Comment