Am Freitag früh nahm die Franzi mal wieder den Flughafenexpress nach Hahn. Sie hatte sich jedoch ein wenig in der Zeit verkalkuliert und erreichte den Flughafen um 10:15. Auf ihrem Flugticket stand, dass der Flugsteig schon um 10:10 schließen würde. Also rannte die Franzi vom Flughafenbus zum Terminal, wo sie sich an der wartenden Schlange am Security Check vorbeidrängelte. In höchster Aufregung, es war inzwischen 10:25 und ihr Flug sollte um 10:40 abfliegen beeilte sich die Franzi an der Sicherheitskontrolle, wurde dann aber von einem Beamten ziemlich unfreundlich zurück gehalten, der zuerst noch einen Sprengstofftest an ihrem Laptop durchführen wollte. Dieser Test dauerte weitere 5 Minuten und war natürlich negativ. Inzwischen saß die Franzi wie auf glühenden Kohlen, wodurch wiederum ein anderer Sicherheitsbeamter auf sie aufmerksam wurde und sie fragte, ob sie nicht etwas zu verbergen habe. "Nein," war die Antwort der Franzi, "nur einen Flug zu verpassen". Als man sie schließlich gehen lies, hatte sie schon die Vorahnung, dass sie ihrem Flugzeug gerade hinterher schauen werden könnte. Erstaunlicher Weise hatte der irische Billigflieger jedoch ordentlich Verspätung, so dass die Franzi sogar noch das Priority Boarding in Anspruch nehmen konnte, auf das sie durch den Online-Check-In Anspruch hatte.
Der Flug an sich gestaltete sich ruhig, die Banknachbarn der Franzi waren etwas nervig, da schlecht auf ihren Urlaub vorbereitet. Sie fragten allen Ernstes, ob es möglich sei innerhalb von einem Tag von Kerry Airport nach Killarney zu fahren, was ca. 20 min. entfernt ist. Die Franzi beantwortete die Fragen geduldig und tat dann so, als wäre sie eingeschlafen.In Kerry angekommen erwartete die Franzi ein blauer Himmel, eine frische Brise, die Sonne und ein Grenzbeamter, der sie mit den Worten "How are you, Love?" begrüßte. Die Franzi fühlte sich gleich wie zu Hause. Kerry Airport ist eigentlich nichts anderes als eine Hütte mit Rollfeld mitten in der Landschaft. Es ist der wohl kleinste Flughafen, den die Franzi jemals gesehen hat. Immerhin scheint er so wichtig zu sein, dass der Busfahrplan auf die Flüge abgestimmt wird. Der Bus nach Limerick kam auch gleich und die Franzi wurde von einem überaus lustigen Busfahrer eingeladen. Auf halber Strecke stieg dann ein Schotte im Rock ein, der mehr als ‚unpleasant' in Erscheinung und Verhalten war, wie die Sitznachbarin der Franzi gleich bemerkte und ihn als ‚pig' bezeichnete. Der nicht mehr junge Herr, der eine Vergangenheit als Punk haben musste, immerhin trug er Springerstiefel und Nietenarmbänder, schimpfte während der ganzen Fahrt auf Bus Eireann, die nationale Buscompany und das irische Wetter. Die Franzi fühlte sich eigentlich ganz gut unterhalten.In Limerick angekommen hatte die Franzi noch einige Stunden zur freien Verfügung. Sie schlenderte die altbekannten Straßen entlang und musste feststellen, dass einiges Unternommen wurde um die Stadt zu verschönern. Inzwischen ist die Stadt wirklich schön geworden, die Parks wurden neu bepflanzt und einige ziemlich edle Ketten haben Läden eröffnet. Franzi's erster Stopp war HMV, wo sie das neue BA Album 11 zum Studentenpreis erstand. Dann bummelte sie ein wenig durch die Stadt, genoss den Blick vom Arthur's Quay auf St. Johns's Castle, machte eine Kurzinspektion in den Buchländen, erstand bei Oxfam den ‚neuen' Roman von Nick Hornby, da sie ihren eigenen Roman ‚Houwelandt' von John von Düffel (übrigens sehr gut geschrieben) im Flugzeug fertig gelesen hatte.
Gegen 17h traf sie sich dann mit ihrem alten Freund Darragh. Sie gingen einen Kaffee trinken, kauften noch ein wenig bei Tesco's ein und gingen dann essen. Abends Reservoir Dogs von Quentin Tarantino und Bett.
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