Saturday, March 22, 2008

Spaß mit der Bank

Dass Menschen, die in einer Bank arbeiten nicht unbedingt kompetent sein müssen hat die Franzi gestern auf schlimmste Art und Weise erfahren.
Ihre Registrierung in England musste nämlich bezahlt werden, und zwar ging das nach Auskunft der zu bezahlenden Behörde nur durch eine Überweisung, die als Scheck in Pfund von einer englischen Bank ausgestellt wird. Etwas kompliziert also.
Nachdem die Franzi-Mutter schon von der Postbank in Frankfurt und Heidelberg gehört hatte, dass so etwas nicht möglich sei, die Registrierungsbehörde jedoch mitteilte, dass alle Deutschen das bisher so gemacht hatten, versuchte es die Franzi diesmal bei der Deutschen Bank in Heidelberg. Die Dame dort erklärte ihr von so etwas hätte sie noch nie gehört und daher existiere es auch nicht. Bei der Dresdner Bank, der Landesbank BW, der Postbank und der Commerzbank erhielt die Franzi die gleiche Antwort.
Bei der Reisebank sagte man ihr, Überweisung ginge gar nicht, aber Traveller Schecks könnte man ihr in Pfund ausstellen. Dafür hatte die Franzi aber keinen Bedarf und versuchte es noch ein letztes Mal bei der Postbank, diesmal eine andere Filiale. Die Dame dort war die aller Erste, die zugab keine Ahnung von nichts zu haben und die Franzi an die Hotline der Auslandsabteilung der Postbank weiter verwies. Diese rief die Franzi an und bekam sogleich einen netten jungen Herr an den Hörer, der sich ihr Anliegen anhörte und ihr versprach sich kundig zu machen und sie gleich zurück zu rufen. Dies tat er auch wirklich nur wenige Minuten später und die Franzi bekam eine relativ einfache Lösung für ihr Problem präsentiert. Diese führte sie dann per Telefonbanking durch, wobei sie der Dame, die des Englischen nicht mächtig war, jedes Wort den Empfänger betreffend buchstabieren musste. Natürlich hatte die Franzi vorher noch die Registrierungsbehörde angerufen und sich erkundigt, ob nicht doch eine Überweisung mit BIC und IBAN oder eine Kreditkartenzahlung möglich sei.
Heute dann, als die Franzi noch ein Formular auf der Homepage der Registrierungsbehörde suchte fand sie ganz versteckt am untersten Rand der Seite einen Link, mit dem Hinweis "payment methods for overseas applicants". Natürlich klickte die Franzi sogleich darauf und landete, oh Wunder, bei den IBAN und BIC Nummern, die eine völlig unkomplizierte Überweisung ermöglicht hätten. Jetzt ist sie ein bisschen sauer, weil sie sich die ganze Rennerei hätte sparen können, wenn sie die Homepage richtig durchforstet hätte oder bei ihren wiederholten Anrufen in Wales einen kompetenten Gesprächspartner in der Leitung gehabt hätte.

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