
Schon seit einigen Tagen verspürte die Franzi ein 'urgent need to rock' und so kam es ihr gerade recht, dass die Opas des Stadion-Rock Bon Jovi in Frankfurt spielen sollten. Da die Franzi auch gerne auf Konzerten mitgrölt sind die Rocker aus New Jersey eine perfekte Wahl für ein Notkonzert. Ihre Songs werden so oft im Radio gespielt, dass man sie praktisch auswendig mitsingen kann, und sollte man einen Song nicht kennen kann man trotzdem mitgrölen, textlich und musikalisch gibt es eigentlich nur den Unterschied zwischen Ballade und Rocker.
Also erstand die Franzi günstig im Internet zum halben Preis ein Ticket und machte sich auf nach Frankfurt. Der Einlass verlief ganz gesittet, wobei natürlich mal wieder mehr männliche Ordner als weibliche Ordner da waren und da weniger Männer zum Konzert wollten als Frauen, diese einfach durchmarschieren konnten, während die Damen auf die Sicherheitskontrolle der weiblichen Ordner warten mussten. Manchmal fragt sich die Franzi wirklich wieviele Gehirnzellen ein Konzertveranstalter hat!?
In der Commerzbank Arena suchte sich die Franzi dann einen schönen Platz in der zweiten Absperrung, ca. 20 m von der Bühne entfernt, wo sie es sich an ein Gitter lehnend bequem machte und die Leute beobachtete. Den typischen Bon Jovi Fan scheint es dieser Studie folgend nicht zu geben. Es waren Menschen in drei Generationen vertreten, Großeltern, Eltern und Enkel. Unter der Elterngeneration weilten besonders viele Rocker, also Männer, in schwarzen Lederhosen, mit Cowboystiefeln und Hut. Die Damen in der älteren Generation waren vorwiegend tätowiert. Dann gab es natürlich die Bon Jovi Fans der ersten Stunde, zu erkennen an ihren Tour T-Shirts von 1985, meistens mit langen Haaren, die Frauen mit rausgewachsener Dauerwelle. Besonders fasziniert war die Franzi von einem Herrn, der Pierre Brice als Winnetou Konkurrenz hätte machen können. Anders als Winnetou stolzierte er jedoch vor der Franzi auf und ab und warf sein Haar ziemlich affektiert über seine Schulter. Bei soviel optischen Reizen war es fast nebensächlich, dass die Vorgruppe mit fast einstündiger Verspätung auf die Bühne kam. Und die Franzi fiel fast um, als da vor ihren Augen eine grandiose Gianna Nannini das Mikrofon ergriff. Gianna live, sowas hatte die Franzi noch nicht erlebt. Und die Grande-Dame des italienischen Rock spielte ein Set, dass selbst den drögsten Opa aus seinem Sitz riss. Wunderbar, die Franzi wird sich gleich morgen ihre neue Best-Of CD besorgen müssen. Einfach genial!
Nach Gianna ging alles ganz schnell und plötzlich standen der für seine notorisch engen Jeans und geschmacklosen Hemden (diesmal hauteng und silber) bekannte John Bongiovi, der mit seinen Alkoholeskapaden in den Zeitungen allgegenwärtige Richie Sambora und der Rest der Crew auf der Bühne. Erst dachte die Franzi, dass heute ausnahmsweise mal Dick Brave mit dabei wäre, Jon Bon glich dem Sänger aus Soest mit seiner Haartolle bis ins Detail.
Sofort rockten die Herren los und die Commerzbank Arena bebte, so wie auch das Trommelfell der Franzi, denn der Sound war wirklich unglaublich schlecht, was auch gleich mit einem "this building sounds like shit, I'm sorry!" kommentiert wurde. Alles in Allem legten die alternden Stars eine wirklich gelungene Show hin, für den Geschmack der Franzi wechselte Jon Bon einige Male zu oft sein Outfit und auch die Lichteffekte waren etwas übertrieben. Und als Herr Bongiovi zu Bad Medicine (your love is like bad medicine, bad medicine is what I need!) seine Hüften rotieren lies und angestrengt mit dem Hinter wackelte fielen Omas, Mamas und auch Enkelinnen reihenweise in Ohnmacht. Großartiges Kino.
Besonders erfreut war die Franzi, dass sich die Herren von Bon Jovi außer Bed of Roses alle Balladen verkniffen oder so aufpeppten, dass sie rockten. Davon könnte sich Herr Adams, der im Moment Dauerweichspüler produziert, eine Scheibe abschneiden.
Auf der Rückfahrt teilte die Franzi dann ihr Zugabteil mit einem Junkie, der versuchte sein Methadonpaket am Telefon zu verscherbeln. Ein würdiges Ende zu einem grandiosen Tag.
Die Fotos sind von Hr3 geklaut.
Also erstand die Franzi günstig im Internet zum halben Preis ein Ticket und machte sich auf nach Frankfurt. Der Einlass verlief ganz gesittet, wobei natürlich mal wieder mehr männliche Ordner als weibliche Ordner da waren und da weniger Männer zum Konzert wollten als Frauen, diese einfach durchmarschieren konnten, während die Damen auf die Sicherheitskontrolle der weiblichen Ordner warten mussten. Manchmal fragt sich die Franzi wirklich wieviele Gehirnzellen ein Konzertveranstalter hat!?
In der Commerzbank Arena suchte sich die Franzi dann einen schönen Platz in der zweiten Absperrung, ca. 20 m von der Bühne entfernt, wo sie es sich an ein Gitter lehnend bequem machte und die Leute beobachtete. Den typischen Bon Jovi Fan scheint es dieser Studie folgend nicht zu geben. Es waren Menschen in drei Generationen vertreten, Großeltern, Eltern und Enkel. Unter der Elterngeneration weilten besonders viele Rocker, also Männer, in schwarzen Lederhosen, mit Cowboystiefeln und Hut. Die Damen in der älteren Generation waren vorwiegend tätowiert. Dann gab es natürlich die Bon Jovi Fans der ersten Stunde, zu erkennen an ihren Tour T-Shirts von 1985, meistens mit langen Haaren, die Frauen mit rausgewachsener Dauerwelle. Besonders fasziniert war die Franzi von einem Herrn, der Pierre Brice als Winnetou Konkurrenz hätte machen können. Anders als Winnetou stolzierte er jedoch vor der Franzi auf und ab und warf sein Haar ziemlich affektiert über seine Schulter. Bei soviel optischen Reizen war es fast nebensächlich, dass die Vorgruppe mit fast einstündiger Verspätung auf die Bühne kam. Und die Franzi fiel fast um, als da vor ihren Augen eine grandiose Gianna Nannini das Mikrofon ergriff. Gianna live, sowas hatte die Franzi noch nicht erlebt. Und die Grande-Dame des italienischen Rock spielte ein Set, dass selbst den drögsten Opa aus seinem Sitz riss. Wunderbar, die Franzi wird sich gleich morgen ihre neue Best-Of CD besorgen müssen. Einfach genial!
Nach Gianna ging alles ganz schnell und plötzlich standen der für seine notorisch engen Jeans und geschmacklosen Hemden (diesmal hauteng und silber) bekannte John Bongiovi, der mit seinen Alkoholeskapaden in den Zeitungen allgegenwärtige Richie Sambora und der Rest der Crew auf der Bühne. Erst dachte die Franzi, dass heute ausnahmsweise mal Dick Brave mit dabei wäre, Jon Bon glich dem Sänger aus Soest mit seiner Haartolle bis ins Detail.

Sofort rockten die Herren los und die Commerzbank Arena bebte, so wie auch das Trommelfell der Franzi, denn der Sound war wirklich unglaublich schlecht, was auch gleich mit einem "this building sounds like shit, I'm sorry!" kommentiert wurde. Alles in Allem legten die alternden Stars eine wirklich gelungene Show hin, für den Geschmack der Franzi wechselte Jon Bon einige Male zu oft sein Outfit und auch die Lichteffekte waren etwas übertrieben. Und als Herr Bongiovi zu Bad Medicine (your love is like bad medicine, bad medicine is what I need!) seine Hüften rotieren lies und angestrengt mit dem Hinter wackelte fielen Omas, Mamas und auch Enkelinnen reihenweise in Ohnmacht. Großartiges Kino.
Besonders erfreut war die Franzi, dass sich die Herren von Bon Jovi außer Bed of Roses alle Balladen verkniffen oder so aufpeppten, dass sie rockten. Davon könnte sich Herr Adams, der im Moment Dauerweichspüler produziert, eine Scheibe abschneiden.
Auf der Rückfahrt teilte die Franzi dann ihr Zugabteil mit einem Junkie, der versuchte sein Methadonpaket am Telefon zu verscherbeln. Ein würdiges Ende zu einem grandiosen Tag.
Die Fotos sind von Hr3 geklaut.
2 comments:
Bonn Schowwi! Ich fasse es nicht! Noch schlimmer als Braien Äddams! Ich weiß nicht, ob ich da noch Lust habe nach Caerdydd zu kommen! Das ist alles Musik aus meiner Jugend! Würd' mir zu denken geben...
ich denke du wirst es überleben :-) ist ja nicht so, dass du den ganzen Tag damit zugedröhnt wirst und auf ein Konzert wirst du schon gar nicht geschleppt. Obwohl...
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