
Gestern hat die Franzi mal wieder einen Videoabend gemacht. Nach der etwas seichten romantischen Komödie „South Kensington“ mit dem sagenhaft scharfen Rupert Everett in der Hauptrolle versuchte sich die Franzi an einem Klassiker der Filmgeschichte, dem Südstaatenepos ‚Gone with the Wind’, ‚Via col Vento’ oder auch ‚Vom Winde verweht’. Da die Franzi als sie sechzehn war ein Jahr im Bundesstaat Alabama unter lauter Rebels weilte und im dortigen Geschichtsunterricht ausführlich in die Geschichte des Bürgerkriegs eingeführt worden war, fand sie es sei höchste Zeit, sich diesen mit zehn Oskars prämierten Film reinzuziehen. Es war eine Qual! Nicht, dass die Geschichte nicht wunderbar inszeniert gewesen wäre und auch heute noch den Charakter einiger kleiner verwöhnter Südstaatenprinzessinen widerspiegelt, aber dieses ewige hin und her der Scarlett O’Hara hat sie fast verrückt gemacht. Über vier Stunden dauert das Epos, und über vier Stunden leidet man unter Scarlet, die sich einfach nicht entscheiden kann welcher nun der Mann ihres Lebens ist und sich immer für diejenigen entscheidet, die sie aus verschiedenen Gründen nicht haben kann/sollte. Vier Stunden lang, in denen die Franzi mehrfach versucht war sie zu erdrosseln oder ihr zumindest in den Hintern zu treten wenn sie real gewesen wäre. Nur damit sie sich nach 3h und 55 min. für Rhett Butler entscheidet, mit dem sie eine mehrjährige unglückliche Ehe führt und der sich just in diesem Moment entschlossen hat sie zu verlassen und dies auch tut. Nicht, dass die Franzi ihr das nicht gegönnt hätte, aber nach all den Qualen fand sie ein Happy End doch mehr als angemessen.
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